Die Bedeutung eines guten Domainnamens
Der Handel mit Webseiten oder Domainnamen gewinnt immer mehr an Bedeutung, da gute Name einmalig sind und aufgrund von Mangel an Alternativen durch das weiterhin immense Wachstum des Internets zusätzlich stark an Wert gewinnen.
Generische Begriffe im Domainnamen sind deswegen so wichtig, weil Suchmaschinen Webseiten in der Rangfolge der Auflistung bevorzugen, wenn das Angebot mit der Begrifflichkeit im Domainnamen übereinstimmt. Die dadurch erfolgte bessere Positionierung führt automatisch zu mehr Besuchern. Es ist dabei entscheidend, dass Ihr Angebot auf Seite 1 der Suchergebnisse von Google erscheint, da die wenigsten Internetanwender überhaupt auf Seite 2 blättern (geschweige denn zu den anderen häufig Millionen von Suchergebnissen).
Hinzu kommen noch die Besucher einer Webseite, die das gewünschte Angebot durch Eingabe des Begriffes mit Ergänzung der TLD in die Adressleiste des Browsers eingeben, was in nicht seltenen Fällen Praxis ist.
Wird ein aktives Marketing für eine Domain betrieben, so bleiben einfache und zu dem Angebot passende Begriffe im Gedächtnis der potenziellen Kunden sehr viel besser hängen und lassen sich zudem viel einfacher als Adresse eingeben.
Unterschätzen Sie niemals die Wirkung eines einprägsamen Domainnamens, der insbesondere nicht tippfehleranfällig sein sollte! Jedem Laien ist sofort verständlich, dass der Name www.auto.de einen erheblich höheren Wert als das (fiktive) Beispiel www.AutohausJensenHamburg.de hat.
Wie geht diese Entwicklung weiter?
Das Internet ist immer noch eine sehr junge Technik und wir stecken selbst nach einigen Jahren des Gebrauchs immer noch im Anfangsstadium. Milliarden von Menschen weltweit haben heute noch keinen Zugriff auf das Internet. Die Nachfrage wird also trotz kurzer Verschnaufpausen (insbesondere Platzen der Internetblase um die Jahrtausendwende sowie die Finanzkrise 2008 / 2009) weiterhin enorm steigen. Das Angebot an qualitativ guten Domainnamen ist dem gegenüber aber begrenzt. Somit war die bisherige Steigerung an Domainpreisen bis hin zu vielfachen Millionenbeträgen lediglich ein Anfang der Marktentwicklung.
Die ICANN tut also gut daran, neue TLDs und IDN (internationale Domainnamen) demnächst zuzulassen bzw. voranzutreiben, um dem Markt mehr Möglichkeiten zur Entfaltung zu geben. Einer Verknappung der herkömmlichen Domains, insbesondere von .com, wird dies jedoch nicht entgegenwirken können. Bisher erfolgreiche TLDs werden deswegen gerade zukünftig noch erhebliche Preissteigerungen sehen, wobei insbesondere der Durchschnittspreis für gehandelte Domains stark steigen wird.
Zitat von Bill Gates: "Domains have and will continue to go up in value faster than any other commodity ever known to man."
("Domains werden wie bisher weiterhin kontinuierlich schneller an Wert gewinnen als jede andere jemals bekannte Handelsware.") |
Hier können Sie noch nicht registrierte Domains günstig erwerben.
Sollte eine Domain jedoch schon vergeben sein, so bleibt Ihnen nur die Möglichkeit eines Kaufes (sofern der aktuelle Besitzer gewillt ist, diese zu veräußern).
Der Kaufpreis ist dabei Verhandlungssache und kann zwischen 0 und unbegrenzt liegen.
Kriterien für gute Domainnamen
Gute Domainnamen zeichnen sich durch folgende Eigenschaften aus:
1.) Je kürzer desto besser: also www.auto.de anstelle von www.auto-online.de
2.) Geringe Möglichkeit für Tippfehler: Jemanden, der den Domainnamen notieren möchte, sollte keine Buchstabierung hierfür benötigen, d. h. der Begriff sollte möglichst bekannt und einfach niederzuschreiben sein. Dabei ist es aber kein Hindernis, mehrere bekannte Begriffe zusammenzufügen (worunter allerdings Punkt 1 leidet).
3.) Nur weit verbreitete Top-Level-Domains sind zu verwenden. Exoten wie .cc, .cm, .me, .tk usw. sind strikt zu meiden - es sei denn, Sie sind zufällig gerade in dem jeweiligen Land ansässig.
Bei Verwendung solcher Exotendomains leidet einerseits der Erinnerungswert und jene TLDs genießen (aufgrund von Missbräuchen) berechtigterweise auch nicht das Ansehen der Platzhirsche .com oder .de. So befinden sich z. B. unter den Domainendungen .cm (Kamerun) und .hk (Hong Kong) die meisten virenverseuchten Webseiten weltweit.
Ab einer gewissen Firmengröße ist es sehr förderlich, sich alle wichtigen TLDs zu reservieren (.com, de, .net, .org und .tel); Privatpersonen hingegen kommen meist mit einer einzigen Seite aus.
4.) Bei einer internationalen Verwendung sind Sonderzeichen und Umlaute unbedingt zu vermeiden. Insbesondere wird der Bindestrich international sehr ungerne verwendet. Ä, Ö und Ü sind auf internationalen Tastaturen sogar technisch nur mit großen Hürden und in der Praxis nicht einzugeben.
Bei einer definitiv restriktiven Verwendung im deutschsprachigen Raum sind Bindestriche und Umlaute hingegen gerne gesehen. Trotzdem leidet bei Verwendung des Bindestriches die Buchstabierbarkeit bzw. macht eine solche zusätzlich erforderlich (Punkt 2), weil Sie diesen jedes Mal mit erwähnen müssen.
5.) Prüfen Sie, ob ein Domainname Urheberrechte verletzt. Sollte dies der Fall sein, lassen Sie unbedingt die Finger von einem solchen Namen, da die Gefahr eventueller Rechtskosten immens sein kann. So ist derzeit z. B. die Domain www.MeinEbay.net für Registrierungen verfügbar, birgt aber das Risiko, das Ebay diese von Ihnen einklagt, obwohl nur der zweite Namensteil als Marke eingetragen ist, was jedoch ausreicht, um auf Ebay schließen zu können.
Eine Markenprüfung können Sie kostenpflichtig bei einem Anwalt oder einem entsprechenden Internetdienst durchführen lassen. Dies geht jedoch auch kostenlos. Einen ersten guten Überblick über angemeldete Marken erhalten Sie hier. Intensivere Recherchen sind für deutsche, europäische und internationale Marken bei den vorstehend verlinkten Behörden direkt über das Internet möglich.
Domainbewertungen
Im Internet gibt es viele kostenpflichtige und kostenfreie Dienste, die den Domainwert zu ermitteln versuchen. Die kostenfreien Angebote sind dabei sehr unzuverlässig und variieren bei einem Vergleich der Ergebnisse nicht selten mit Abweichungen von 100.000 Prozent (!), was eine realistische Einschätzung unmöglich macht.
Hier einige Beispiele für Schätzpreise von Domainnamen, deren Diskrepanz verdeutlicht, wie gering die Aussagekraft von kostenlosen Anbietern ist:
Wie die vorstehende Tabelle zeigt, sind die Angaben dieser Anbieter wertlos, da keine logische Struktur geschweige denn überhaupt ein Hinweis für einen Richtwert erkannt werden kann. Mit anderen Worten: automatische Preisermittlungen liefern nur fehlerhafte Ergebnisse.
Abgesehen davon, dass Amazon, Ebay und Google selbstverständlich nicht zum Verkauf stehen, finden Sie eine gute Übersicht über tatsächlich erzielte Preise auf dem freien Markt hier (deutsch). Weitere aktuelle Preise sind hier zu finden (englisch). Eine komfortable Suche für bestimmte Domains finden Sie hier.
Bei den kostenpflichtigen Anbietern haben Sie gleichfalls keine Garantie auf Richtigkeit und Sie geben Ihre persönliche Einschätzung aus der Hand. Da der Markt aufgrund begrentzer Handelspartner (sprich: lediglich ein Verkäufer je Domain und meist auch nur eine Handvoll Interessenten) sehr eng ist, werden selbst Schätzpreise professioneller Internetdienste häufig nicht den tatsächlichen Marktwert einer Domain voraussagen können.
Die folgende Formel vereinfacht die häufig komplizierten Berechnungen auf die wirklich wichtigen Faktoren und soll Ihnen einen Richtwert für den Wert einer Domain geben, welcher sehr gut als Verhandlungsbasis dienen kann:
A x B x C x D x E x F = X Euro
A = Anzahl der Suchergebnisse zum Domainnamen (ohne TLD) bei Google dividiert durch 3.000.000 (Wert jedoch nicht niedriger als 1) Bei der Eingabe von mehreren Namensbestandteilen sind die Begriffe hierbei durch Leerstellen zu trennen und alle Begriffe
zusammen mit Anführungszeichen einzugrenzen, da andernfalls die Suchergebnismenge unrealistisch nach oben verfälscht wird.
B = Durchschnittliches Suchvolumen zum Domainnamen (ohne TLD) pro Monat bei AdWords dividiert durch 500.000 (Wert jedoch nicht niedriger als 1)
C = Prozentsatz der Mitbewerberdichte bei AdWords dividiert durch 10 (Wert jedoch nicht niedriger als 1)
D = Anzahl der registrierten Top-Level-Domains unter den „Top 20“ + Addition der Anzahl dieser registrierten Domains mit hinterlegten Inhalten (d. h. ohne "geparkte", ohne umgeleitete und ohne nicht erreichbare Domains), danach Gesamtzahl dividiert durch 5
E = PageRank des vollständigen Domainnamens inklusive TLD (Zwischenwert jedoch nicht niedriger als 1, d. h. 0 wird wie 1 bewertet) multipliziert mit 3
F = Anzahl der registrierten Domains unter der geführten Top-Level-Domain (TLD) dividiert durch 3.000.000 (Berechnung auch mit kleineren Werten als 1, was bei unpopulären Top-Level-Domains berechtigterweise zu einer erheblichen Reduzierung des Domainwertes führt)
Die aktuellen Werte einer Domain der Bestandteile vorstehender Formel können sich zukünftig gravierend ändern, so dass abweichend von einer aktuellen Bewertung zusätzlich ganz besonders die Erwartungshaltung eine große Rolle spielt (z. B. kann eine neue Innovation in Zukunft zu einer Inflation von Begriffen führen oder ein Aufschwung einer TLD führt zu einer starken Verbreitung). Ein wichtiges Kriterium für eine Domainbewertung sind auch die Backlinks, deren Aufkommen sich aber bereits im PageRank wiederspiegeln sollte. Die auch sehr wichtige sprachliche Bewertung sowie die Bekanntheit des Begriffs sind unter den ersten Punkten bereits mit eingepreist.Hohe Zugriffszahlen stellen den eigentlichen Wert einer Webseite dar. (Besuchervolumen und weitere interessante Details sind auf Alexa zu finden.) Ergänzend zu obiger Rechnung ist deswegen unbedingt zu beurteilen, wie viel einem potenziellen Käufer in der (besonders kurzfristigen) Vergangenheit erfolgte Besuche einer Webadresse Wert sind. Dies unterliegt einer sehr (in Abhängigkeit des Geschäftsgebietes) individuellen Bewertung (z. B. 0,10 oder 1,-- Euro je Besucher pro Monat), die aber als Vergleichswert unbedingt herangezogen werden sollte. Auch wenn die Zugriffszahlen durch die Faktoren in obiger Formel bereits entschieden beeinflusst werden (insbesondere durch B, E und F), sollte die tatsächliche Nutzung aufgrund schwer bestimmbarer Einflüsse zusätzlich geprüft werden. Hieraus eine Regel für die Preisfixierung abzuleiten ist ohne tiefgreifende Diversifikation nicht möglich, weswegen sich große Schwankungsbreiten ergeben können. Jedoch hilft diese Angabe zu hinterfragen, ob wirklich ein Wert vorhanden ist. So ist z. B. eine Domain ohne Zugriffe wertlos, während regelmäßig 50 tägliche, unterschiedliche Besucher bereits eine ausgeprägte Nutzung wiederspiegeln. Ab durchschnittlich ca. 5.000 monatlichen Besuchern handelt es sich bei der bewerteten Internetseite um einen Top-Performer. Entscheidender als die Besucher der Vergangenheit sind jedoch die zukünftig zu erwartenden Besucher, die durch Marketingmaßnahmen wiederrum entschieden erhöht werden können. Entgegen aller vorherigen Ausführungen sind die wichtigste Größe für den Wert einer Domain in Wirklichkeit die jährlich erwirtschaften Erträge mit diesem Domainnamen, z. B. durch den Vertrieb von Produkten oder durch Werbeeinnahmen. Ein fairer Kaufpreis für eine Internetadresse wäre z. B. das zehnfache aller jährlichen Nettoeinnahmen. Diese Angabe stellt das wohl zuverlässigste Kriterium für eine Domainbewertung dar. Nachteilhaft hierbei ist jedoch, dass ausschließlich der aktuelle Domaineigentümer Kenntnis über diese Zahlen hat. Mit anderen Worten kann eigentlich nur der aktuelle Besitzer einer Domain den angemessenen Wert beurteilen. In der Praxis wird häufig jedoch ohne Kenntnis der realen Zahlen ein Handel betrieben, insbesondere im Niedrigpreissegment, was den Preis in der Regel eher nach oben treibt. Somit liegt der Preisvorteil häufiger beim Verkäufer. Dieser hat jedoch auch die Schwierigkeit, einen Käufer zu finden, was meistens sehr lange dauern kann. Wird der Verkäufer ungeduldig, kann der Käufer dies zu seinem (Preis-)Vorteil ausnutzen. Auch bei diesem Maßstab sind andere Komponenten noch nicht berücksichtigt, z. B. zukünftig angestrebte Marketingmaßnahmen, die subjektive Erwartungshaltung der beteiligten Personen sowie zukünftige Umsatzentwicklungen (nach oben oder unten), so dass der Spielraum für eventuelle Verhandlungen gleichfalls sehr weit ausfällt. |
Zu berücksichtigen ist jedoch, dass der Domainpreis auch sehr stark von subjektiven Einflüssen abhängt, die im Vorwege gar nicht zu berechnen sind. Hierzu zählen insbesondere die Zahlungsfähigkeit bzw. das Budget des Käufers, die Ausprägung des Kaufinteresses, die persönliche Einschätzung über die marktbezogene Verwertbarkeit einer Domain, geplante Marketingmaßnahmen zur Aufwertung eines Domainnamens, die Erwartungshaltung über die zukünftige Marktentwicklung sowie die individuell bewertete Prestige eines Namens und vieles andere.
Warum tatsächliche Domainpreise trotz eines vielleicht ähnlichen Wertes stark differieren können, verdeutlicht folgendes Beispiel: Ein kleines Mittelstandsunternehmen mag zwar ein größeres Interesse an einem Domainnamen haben, wird aber trotzdem wesentlich weniger Geld für den Kaufbetrag aufbringen als ein privater Multimillionär mit einem geringeren Interesse, der die Domain nur für nachrangige Zwecke erwerben möchte.
Da das Interesse im Domainhandel für bestimmte Namen aber sehr uneinheitlich verteilt ist, wird es bei Preisfeststellungen immer wieder zu Überraschungen in beide Richtungen kommen, d. h. das Domains (sehr viel) zu billig oder (sehr viel) zu teuer verkauft werden. Diese Unter- und Überbewertungen sind genauso auch auf dem Aktienmarkt bekannt. Übrigens gibt es wie bei Domains auch bei Aktien die größten Kursschwankungen bei den Titeln, für die es nur geringe zum Handel verfügbare Stückzahlen gibt. Dieses Wissen im Hinterkopf lässt es immer wieder zu, gute Schnäppchen für beide Seiten zu machen.
Daraus ergibt sich jedoch auch, dass es derzeit kaum einen genau fixierten Maßstab für die Preisfestsetzung von Domainnamen gibt. Da jeder Domainname nur einmal existiert und die Ausprägung einer einzelnen Domain immer sehr individuell ist, können nur Gewichtungen definiert werden, die noch einer individuellen Anpassung bedürfen (nach oben und unten). So wird obige Formel auch nicht unbedingt zu einem verbindlichen Preis führen, gibt Ihnen aber eine realistische Region für den Marktwert einer Domain und (noch viel wichtiger) die maßgeblichen Kriterien (als Formelbestandteile), die individuell auch anders gewichtet werden können, für qualitativ gute Domainnamen an.
Die Berechnung führt immer nur zu einer Tendenz. Entsprechend einer potenziellen Verwendbarkeit eines einzelnen Namens kann die Bewertung individuell abweichen. Z. B. macht ein Domainname "HomeFurnishings" (deutsch: Wohnungseinrichtungen) wahrscheinlich mehr Sinn als "Furnishings" (deutsch: Einrichtungen), so dass trotz eines niedrigeren, ermittelten Wertes die Bereitschaft eines Interessenten vorhanden sein kann, für diesen trotzdem einen höheren Kaufbetrag auszugeben.
Obige Formel kann auch einfach wie folgt übersetzt werden: Ein Domainname ist dann besonders gut, wenn
der enthaltene Begriff
A) mehr als 3 Millionen Suchergebnisse bei Google ausweist (in originaler Schreibweise, d. h. "Begriff1 Begriff2" mit Leerstelle und Anführungszeichen),
B) mehr als 0,5 Millionen Mal im Monat bei Google gesucht wird, C) von vielen AdWords-Werbern verwendet wird (Dichte größer als 50 Prozent), D) von vielen Anbietern bereits als Domainname registriert wurde (mindestens 75 Prozent der wichtigsten TLDs) + besser noch hierunter auch ein Internetauftritt realisiert wurde (mindestens 15 Prozent der wichtigsten TLDs) und E) die Domain selbst einen PageRank von mindestens 4 hat, F) die TLD dieser Domain mindestens 3 Millionen andere registrierte Domains hat und
G) die Domain mehr als 100 unterschiedliche Besucher täglich hat.
Wenn alle Kriterien erfüllt sind, handelt es sich definitiv um einen wertvollen Domainnamen. Die Domain kann natürlich trotzdem einen hohen Wert haben, auch wenn nicht alle Kriterien erfüllt sind, insbesondere wenn andere Kriterien übererfüllt werden.
Erst bei gravierender Nichterfüllung aller Kriterien, d. h. wenn die Werte stark gegen Null tendieren, hat die Domain einen geringen Wert oder es wird zumindest schwierig sein, einen Käufer zu finden. (Leider trifft dies auf 95 Prozent aller weltweiten Domains zu, was ein Grund mehr ist, qualitativ gute Namen zu besitzen.) |
Je nach Einzelsituation wird es jedoch auch für geringerwertige Domains immer wieder Möglichkeiten geben, diese für einen dreistelligen Betrag zu veräußern. Es muss halt nur ein Interessent gefunden werden, der einen vorhandenen Bedarf für einen Domainnamen hat. Je allgemeiner die Begrifflichkeit des betreffenden Domainnamens ist, desto mehr Interessenten wird es für diesen dabei geben.
Bessere Ergebnisse sind jedoch erst nach Verbesserung möglich, z. B. durch Suchmaschinenoptimierung (SEO) oder noch besser durch Erweiterung der Webseiteninhalte, was sich dann in der Erhöhung des PageRanks und in Folge auch in der Erreichung der anderen Kriterien niederschlagen kann.
Sollte Ihr eigener Domainname die obigen Kriterien zwar nicht erfüllen, so eignet sich dieser also nicht unbedingt für einen Verkauf. Ist dieser jedoch passend seinem Zweck gewählt, so lässt sich dieser noch hervorragend seiner eigentlichen Bestimmung zuführen, nämlich der Akquisition von Kunden in dem jeweiligen Geschäftsgebiet (durch eine aktive Nutzung).
Sollten Sie damit erfolgreich sein, kann sich im Laufe der Zeit auch nebenbei ein entsprechender Wert entwickeln.
Hinzu kommt, dass sich die Internetlandschaft zunehmend immer schneller ändert. Google, Bing usw. werden immer besser im Finden UND Sortieren von relevanten Informationen, so dass SEO zukünftig nicht mehr eine so gewichtige Rolle wie in der Vergangenheit spielen wird. Wichtiger werden zukünftig vor allem relevante Inhalte sein, z. B. aussagekräftige, wichtige und im besten Falle einmalige Informationen auf einer Homepage oder Kontaktinformationen, wie Sie z. B. auf einer TEL-Domain zu finden sind. Wenn Sie also eine prägnanten Domainnamen besitzen, der repräsentativ für einen detaillierten und wertvollen Webseitinhalt steht, haben Sie gute Chancen, einen hohen Domainwert zu erzielen.
Für den Kauf von Domain stellt sich vorstehende Situation sehr positiv dar, wenn man sich einen günstigen Domainnamen aus der Masse der nicht exklusiven Domains zulegen möchte, weil die meisten Domains günstig zu erwerben sein sollten, sofern der Verkäufer keine unrealistischen Preisvorstellungen hat.
Es lohnt sich auch durchaus einen dreistelligen Betrag im unteren Bereich für einen bereits durch andere registrierten Domainnamen auszugeben, der jedoch genau das eigene Firmenprofil beschreibt oder identisch mit dem eigenen Namen ist, was sowohl die Auffindbarkeit als auch den Erinnerungswert des Namens für potenzielle Kunden und Kontakte erheblich erhöht.
Domainhandel
Wenn Sie nun wissen, wie viel Geld Sie als Käufer für eine Domain ausgeben möchten bzw. welchen Verkaufspreis Sie als Verkäufer erzielen wollen, so stellt sich die Frage, wie und wo der Handel durchführt werden kann. Es bieten sich 2 bevorzugte Möglichkeiten an:
- Direkter Kontakt mit dem Domaineigentümer:
Über eine „Who is“-Abfrage erfahren Sie die Kontaktdaten des jetzigen Besitzers, mit dem Sie dann Kontakt aufnehmen können. Da die unterschiedlichen Top-Level-Domains in unterschiedlichen Registern verwaltet werden, sind die Kontaktinformationen am sichersten über die jeweilige Registry zu finden. Alternativ finden Sie hier eine Auflistung der vielzähligen Who-Is-Dienste. Ein sehr guter Who-Is-Dienst ist hier zu finden. Ein erweitertes Tool für Recherchen gibt es hier.
Bedenken Sie aber, dass diese Angaben natürlich nicht missbraucht werden dürfen!
- Der weltweit größte Handelsplatz für Domainnamen ist Sedo. Es gibt zwar viele weitere Angebote, jedoch macht es keinen Sinn auf diese auszuweichen, weil Sedo folgende, einmalige Vorteile bietet:
a) Käufer finden das weltweit größte Portfolio mit vielen zum Verkauf angebotenen Domains, so dass auch die Suche nach Alternativen erfolgsversprechend ist.
b) Für Verkäufer ist der Eintrag von Domains zum Verkauf kostenlos (was insbesondere bei den amerikanischen Konkurrenten nicht der Fall ist); es wird nur bei einem erfolgreichen Verkauf eine Provision berechnet. Somit fallen keinerlei Kosten an, wenn eine Vertragsverhandlung nicht erfolgreich ist.
c) Sedo übernimmt die treuhänderische Abwicklung für beide Seiten, so dass eine zuverlässige Vertragsabwicklung gewährleistet werden kann. So erhält z. B. der Verkäufer den Kaufbetrag erst nach erfolgreichem Domainübertrag ausgezahlt. Der Käufer geht somit kein Risiko ein, seinen Kaufbetrag zu verlieren, ohne die Domain auch wirklich übertragen zu bekommen.
Sedo ist aus vorstehenden Gründen Marktführer und also quasi für den Domainhandel das, was Ebay für Internetauktionen oder Google für die Internetsuche ist.